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Autoimmunhepatitis Ich darf wieder lebenIm März 1997 wurde bei mir eine Autoimmunhepatitis festgestellt. Man sagte, dass nur noch eine Lebertransplantation mein Leben retten könnte. Das war ein ziemlicher Schock. | |||||||
| Für mich brach eine Welt zusammen. Ich dachte sofort an meinen Mann und meine drei Kinder (14, 12 und 6 Jahre alt), die ich ja jetzt noch nicht im Stich lassen konnte. Also entschied ich mich zur Transplantation. Als sämtliche Untersuchungen beendet waren, kam ich am 13. März 1998 auf die Warteliste bei Eurotransplant (Leiden, Holland) Mein Gesundheitszustand war zu dieser Zeit noch gut. Von der Klinik bekam ich nun ein Eurosignal, welches ich immer bei mir tragen musste.
Erst jetzt, wo es mir besonders gut geht, wird mir bewusst, dass ich doch am Rande des Todes stand. Natürlich fühle ich mich nicht jeden Tag gleich, aber es werden bestimmt noch öfters Höhen und Tiefen in meinem weiteren neuen Leben kommen. Ich genieße jeden Tag, an dem es mir gut geht. Ich sehe nun das Leben mit ganz anderen Augen. Bald werde ich meinen 40. Geburtstag feiern und hoffe, dass ich noch viele runde Geburtstage erleben darf. Als Transplantierte denke ich doch, dass es sehr sinnvoll ist, wenn man sich nicht aufgibt und eine positive Grundeinstellung zum Leben hat. Natürlich habe ich die fünf kritischen Jahre vor mir, aber auch ein gesunder Mensch weiß nicht, was am nächsten Tag sein wird. Ich habe jetzt ein neues Leben bekommen und werde alles tun, um dieses lange zu erhalten, ob in Höhen oder Tiefen. Für mich gilt folgender Spruch: "Wer meint, er stünde am Ende von Etwas, steht vielleicht an einem neuen Anfang". In meinem Innern habe ich immer den Grundsatz für Transplantierte: "Transplantierte sind nicht operierte Kranke sondern durch die Operation wieder Gesunde". Bewundern musste ich doch auch meine Familie. Es belastete alle sehr, denn die Angst, mich zu verlieren, war ständig da. Als mein Mann und ich uns auf den Weg zur Transplantation machten, standen die Kinder vor dem Haus und schauten uns nach. Ihre Blicke sprachen Bände. Dies war für mich ein sehr ergreifender Moment. Doch nun sind sie froh, dass es mir gut geht und hoffen mit mir, dass dies weiterhin so bleibt. Petra Barth |
30.9.1999