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BerichtePatiententreffen in Göttingen Dez. 2007Transplantation / Leben vor und nach der Leber"Das schlimmste ist das Warten"Nur drei von hundert Deutschen haben einen Organspendeausweis. Tausende Patienten warten auf ein Organ. Wenn doppelt soviele Menschen Niere, Leber oder Herz spenden würden, müsste niemand sterben, während er auf der Warteliste steht.VON BRITTA BIELEFELD
Das Handy habe ich immer dabei, immer an", sagt Hartmut L. Dem 48-Jährigen ist seine schwere Lebererkrankung anzusehen, seine Haut ist gelb verfärbt. L. wartet auf ein Spenderorgan. Seit acht Jahren ist der Mann aus Bad Sachsa leberkrank. Zunächst habe er gar nicht gemerkt, dass er nicht gesund ist. "Mir war nur mal ein wenig schwindelig, ich fühlte mich nicht richtig fit", erzählt er. Der Arzt kontrollierte das Blut. "Der konnte es gar nicht glauben, als er die Leberwerte sah, so hoch waren die", erinnert sich L. Halbe Leber der Schwester
"Ich habe das immer verdrängt", meint Udo H. Der 41-jährige Mann aus der Nähe von Worbis hat die Transplantation schon hinter sich. H. war seit 1988 an Leberzirrhose erkrankt. Er bekam Blutungen, wurde ein Vierteljahr in der Berliner Charité behandelt. Seit 1992 ist er Patient im Klinikum. Seit 1999 stand er auf der Warteliste für eine Spenderleber. H.s Schwester erklärte sich bereit, ihre Leber mit dem Bruder zu teilen, weil kein Organ zur Verfügung stand. | |||||||
| [Zum Seitenanfang] | Erschienen am 9. 12.2000 im Göttinger Tageblatt | ||||||
16.11.2008