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LebertransplantationUrsachen einer Lebertransplantation | |||||||
Die Lebertransplantation ist heute als lebensrettendes Operationsverfahren dem Versuchsstadium entwachsen. An einer ganze Reihe von Kliniken beherrschen mittlerweile erfahrene Ärzte diesen Eingriff. Die Leber erfüllt als Stoffwechselorgan eine Fülle von Aufgaben, sie kann jedoch durch eine Vielzahl verschiedener Ursachen geschädigt werden, darunter
Anzeichen einer fortschreitenden Zerstörung der Leber sind z.B. ständige Müdigkeit und Erschöpfung, bestimmte Hautveränderungen, Einlagerung von Wasser im Bauchraum (Aszites), Krampfadern in der Speiseröhre (Ösophagusvarizen) und Leistungsstörungen des Gehirns (Hepatische Enzephalopathie). Die Entscheidung, ob es sinnvoll ist, eine Lebererkrankung z.B. mit Medikamenten zu behandeln, ob kleinere Eingriffe, z.B. eine TIPS- Operation helfen können, oder ob eine Lebertransplantation erforderlich ist, müssen erfahrene Fachärzte treffen. Angesichts der begrenzten Zahl von Spenderorganen muss dabei die Krankheit so weit fortgeschritten sein, dass ohne die Transplantation das Leben des Patienten bedroht ist. Entscheidung für die Transplantation
Um herauszufinden, ob die Voraussetzungen für die Lebertransplantation gegeben sind, also ob die Erkrankung in einem Stadium angelangt ist, das die Operation nötig macht, und ob nicht irgendein Hindernis vorliegt, wird jeder Patient am Transplantationszentrum stationär aufgenommen, um ein umfassendes Bild seiner gesundheitlichen Situation zu erhalten. Dabei wird nicht nur der Stand der Lebererkrankung und der damit verbundenen Symptome erfasst, sondern es erfolgt im wahrsten Sinne des Wortes eine "Prüfung auf Herz und Nieren". Die Mediziner müssen zur Vorbereitung der Operation einen genauen Gesundheitsstatus erheben. Dieser Klinikaufenthalt dauert etwa ein bis zwei Wochen. Schließlich wird anhand der sogenannten "Allokations- Richtlinie" entschieden, ob der Patient in die Warteliste zur Lebertransplantation aufgenommen werden kann. Warten auf eine Leber
Um eine Leber verpflanzen zu können, muss ein Spender vor seinem Tod bestimmt haben, dass sein Organ im Todesfall weitergegeben werden darf. Die Zahl der Patienten, die eine Lebertransplantation benötigen, ist aber wesentlich höher, als die Zahl der gespendeten Organe. Deshalb kommt auf den Patienten nach der Entscheidung für die Transplantation in der Regel eine Wartezeit zu. Wie lange diese dauert, kann je nach Schwere der Erkrankung, aber auch nach der Blutgruppe unterschiedlich sein. Während der Wartezeit ist es wichtig, dass man für das Transplantationszentrum Tag und Nacht erreichbar ist, denn nach dem Tod eines Organspenders muss die Operation innerhalb einer möglichst kurzen Zeit durchgeführt werden. Die Erreichbarkeit kann mit modernen Kommunikationsmitteln (Europiepser, Handy) sicher gestellt werden. Die Lebertransplantation
Irgendwann meldet sich das Transplantationszentrum und ruft den Patienten zur Operation auf. Der Patient macht sich auf den Weg zur Klinik. Dabei laufen die Vorbereitungen für die Transplantation beim Empfänger und für die Organentnahme beim Spender parallel. Das kann manchmal dazu führen, dass sich erst nach der Ankunft im Krankenhaus herausstellt, dass das Spenderorgan geschädigt und deshalb ungeeignet ist. Wenn dann der Patient wieder nach Hause geschickt werden muss, ist das sehr schlimm. Es ist aber notwendig, weil ihm ja nur mit einem guten Organ geholfen ist. Krankenhaus und Anschlussheilbehandlung
Nach der Transplantation wacht der Patient auf der Intensivstation wieder auf. Die Lebertransplantation ist eine große Operation und erfordert in den ersten Tagen eine besonders sorgfältige Überwachung. Die Ärzte beobachten, ob die Leber gut funktioniert, ob die Medikamente optimal dosiert sind und ob unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Das "Leben danach"
Eine Lebertransplantation ist nicht mit der Operation erledigt. Die Transplantationsnachsorge dauert vielmehr das Leben lang an. So werden regelmäßig, zu Beginn häufig, später meist monatlich, Blutkontrollen durchgeführt, um die Dosierung der Immunsuppressiva zu beobachten und Probleme an der Leber frühzeitig zu erkennen. Ulrich Kraus Diesen Beitrag können Sie auch als Faltblatt in der gelben Reihe der "Informationen der Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V." erhalten. | |||||||
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18.1.2001