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Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland

In jungen Jahren transplantiert?

Mit wem kann ich denn mal reden?

Hallo!

Christine Held Ich heiße Christine Held und möchte mich euch hiermit auf unserer Homepage vorstellen. Ich bin 24 Jahre alt, in Nagold - das liegt in Baden-Württemberg - geboren und habe noch drei jüngere Schwestern.
Ich bin auf unserem Bauernhof aufgewachsen und habe meinem Vater und meiner Mutter in meiner Freizeit gerne auf dem Hof geholfen.

Seit 2003 bin ich Ansprechpartnerin für Jugendliche und junge Erwachsene, die auf der Warteliste zur Lebertransplantation stehen oder bereits transplantiert sind. Manchmal bewegen uns eben andere Dinge als die 40- 50jährigen, die ja oftmals schon lange in ihrem Beruf tätig sind und ihr Leben schon lange vor der Transplantation gestaltet haben.

Ich selbst kam zur Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V. durch meine Lebertransplantation am 12.07.2001 im Uniklinikum Tübingen. Herr Lehnen und Herr Beißwanger (Ansprechpartner in Tübingen, bzw. Stuttgart) besuchten mich in der Klinik ein paar Wochen nach der Operation. Ich war froh Anschluss zu anderen Betroffenen zu finden, denn die Transplantation kam sehr schnell - ohne Vorbereitung - nach einer Woche auf der Intensivstation. Der Auslöser des akuten Leberversagens war meine Erbkrankheit namens MORBUS WILSON (Kupferstoffwechselstörung der Leber), die bis zu diesem Zeitpunkt bei mir noch nicht diagnostiziert war. Erkennt man die Erkrankung frühzeitig, kann der Körper das überschüssige Kupfer mit Hilfe von Medikamenten vermehrt ausscheiden, als letzte rettende Alternative gilt die Lebertransplantation. Mein Vater und eine meiner Schwestern sind auch betroffen.

Ich bin froh, dass es mir wieder gut geht und ich im Februar meine 3jährige Ausbildung als Vermessungstechnikerin, mit einem halben Jahr Verlängerung abschließen konnte. Durch die Transplantation wurde ich in manchen Dingen eingeschränkt: So kann ich nicht mehr im Stall mithelfen und muss meine Medikamente regelmäßig nehmen. Auf der anderen Seite habe ich viele neue Freunde gefunden, einen Tanzkurs absolviert, spiele wieder Trompete im Posaunenchor, möchte wieder Skifahren und jetzt nach der Ausbildung auch Sport treiben.

Hiermit bin ich also für Probleme von Jugendlichen und jungen Erwachsenen rund um die Transplantation offen. Vielleicht will jemand von euch auch einfach nur mal reden - ohne, dass er groß Probleme hat?

Ach ja, wenn jemand mehr über Morbus Wilson und den MW-Verein wissen möchte einfach im Internet unter www.morbus-wilson.de

Christine Held
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15.3.2009