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Kontaktgruppe Tübingen/ Kirchheim / Nürtingen / Böblingen / Schwäbische AlbAnsprechpartner: Günther Lehnen, Tel. 07157- 43 54, Fax 07157- 98 93 22Schicken Sie gerne eine Email!Ansprechpartnerin: Irmgard Klein, Tel. 07021- 48 39 56Ansprechpartner: Ernst Eberle, Tel. 07025- 63 66 oder 0172-7 15 65 45, Fax 0 70 25-71 78Schicken Sie gerne eine Email!Ansprechpartner: Barbara Knoll, Tel. 07476-18 79Schicken Sie gerne eine Email! | |||||||
Termine in der Region
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Unsere Gruppe
Unsere Gruppe arbeitet eng mit der Universitätsklinik Tübingen zusammen. An dieser Stelle möchten wir uns bei den Ärzten, bei der Transplantaorganisation und bei der Nachsorge herzlichst bedanken. Durch die Weitergabe unserer Adressen können wir immer neue Wartepatienen kennenlernen. Bei Veranstaltungen zur Organspende konnten wir als Transplantierte zur Verfügung stehen. Regelmäßig finden Treffen unserer Kontaktgruppen an verschiedenen Orten statt. Wir wollen damit erreichen, dass möglichst viele Betroffene an unseren Treffen teilnehmen können. Dabei sind auch viele Wartepatienten, die in persönlichen Gesprächen mit anderen Betroffenen Rat und Hilfe suchen. Jährlich wird in Zusammenarbeit mit den Ärzten des Transplantationszentrums Tübingen ein Regionaltreffen angeboten, zu dem auch Nichtmitglieder eingeladen werden. Diese gern angenommenen Veranstaltungen dienen einerseits zur Information über den aktuellen Stand der Medizin und Antworten auf Fragen zu bekommen, andererseits bieten sie die Gelegenheit zur Begegnung und zum Erfahrungsaustausch. Günther Lehnen, SteinenbronnBerichte aus unserer Kontaktgruppe | |||||||
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[Homepage]»Startseite»Impressum | Rund um Leber, Nieren, PankreasArzt-Patienten-Seminar in Tübingen, 3. Juli 2004Als Gemeinschaftsveranstaltung der Universitätsklinik für Allgemeine Chirurgie, der Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V. und des Verbands der Dialysepatienten Baden-Württemberg e.V. fand das "Arzt-Patienten-Seminar Transplantation" am 3. Juli 2004 in Tübingen statt, mit Unterstützung der Firmen Novartis, Wyeth und Roche. Das Seminar umfasste einen weiten Themenkreis: vom Problem der Organknappheit und möglichen Abhilfen, über verbesserte Kommunikation zwischen Arzt und Patient bis hin zur Inselzellen- und Nieren-cum-Pankreas-Transplantation bei Typ II Diabetes.Es war eine sehr gut besuchte Veranstaltung mit über 200 Teilnehmern mit reichlich Gelegenheit für Fragen und Kommentare. Auch für das leibliche Wohl der Teilnehmer war bestens gesorgt. Wie in LL 2-04 berichtet, gab es im Klinikum der Universität Tübingen einen Wechsel: Herr Professor Dr. med. Alfred Königsrainer, vormals Universität Innsbruck, leitet seit April die Klinik für Allgemeine Chirurgie; mit ihm hat auch Professor Dr. med. W. Steurer von Innsbruck nach Tübingen gewechselt. Im Mittelpunkt der Referate von Professor Königsrainer und Professor Kirste (seit Anfang Juni Leiter der DSO) stand die Diskussion möglicher Abhilfen für den akuten Mangel an Spenderorganen. Professor Kirste hob insbesondere hervor, dass die Steigerung der Organspenden im Jahre 2003 (insbesondere in Baden-Württemberg) in längerfristiger Betrachtung lediglich eine gewisse Normalisierung darstelle und kein Anlass zur Entwarnung sei; dass im Gegenteil alle Möglichkeiten verfolgt werden müssten, um vermehrt potenzielle Spender zu aktivieren. Herr Professor Königsrainer sah gewisse Nachteile im gegenwärtigen System der zentralen Organallokation durch Eurotransplant (ET) (im Gegensatz zu einer zentrenorientierten Zuteilung). Er wies insbesondere auf die hohe Sterblichkeit von Ltx-Patienten auf der Warteliste hin (die gegenwärtig in Deutschland bei 20 Prozent liegt und damit die höchste Rate im ET-Einflussbereich ist). Neben split liver, Lebendspende und Dominospende sah er nicht zuletzt auch in der Erweiterung der Spenderkriterien eine gewisse Abhilfe für den Mangel an Spenderorganen. Im Klartext bedeutet dies, dass Organe "grenzwertiger Spender" (insbesondere alter Menschen) zur Transplantation freigegeben werden; die Erfahrungen seien relativ gut und man könne dadurch auch Empfängern helfen, die bislang nicht von einer Transplantation hätten profitieren können. Zwar ist das bestehende ET-Programm "Old for Old" auf Nieren beschränkt, doch kommen in zunehmendem Maße auch Lebern von alten Spendern (auch mit über 70 Jahren) zur Transplantation. Dies hob auch Herr Professor Kirste hervor. Er betonte auch, dass die Verwendung von Spenderorganen alter Menschen beim gegenwärtigen Allokationssystem auch eine regionale Priorisierung ermögliche und damit eine schnellere Zuteilung mit entsprechend besseren Ergebnissen. Der Schlüssel zu einer wirklichen Verbesserung liege aber in der flächendeckenden Betreuung durch Transplantationsbeauftragte sowie einer gewissen Sanktionierung durch die jeweiligen Landesregierungen derjenigen Krankenhäuser (ca. 60 Prozent), die ihren gesetzlichen Verpflichtungen im Rahmen der "Gemeinschaftsaufgabe Organspende" nicht nachkommen. Er diskutierte auch neue Wege bei der Lebendspendertransplantation hervor wie "crossover Transplantation" sowie Transplantation bei nicht-kompatiblen Blutgruppen zwischen Empfänger und Spender. Frau Weibler vom Verband der Dialysepatienten unterstrich in ihrem Referat die Wichtigkeit der Öffentlichkeitsarbeit zur Steigerung des Spenderpotenzials. Sie appellierte insbesondere an die DSO, dass sie sich an dieser Öffentlichkeitsarbeit vermehrt beteiligen möge. Frau Riemer, die Vorsitzende unseres Selbsthilfevereins, hielt ein sehr interessantes Referat über die Mängel in der Kommunikation zwischen Arzt und Patient und probate Abhilfen zu deren Verbesserung. Diese sah sie insbesondere im Erwerb größerer Kompetenz des Arztes auf der emotionalen Ebene und des Patienten auf der Sachebene (durch die Übernahme größerer Eigenverantwortung). Mit primärem Blick auf Nierenpatienten hielten Dr. Peteresen und Professor Dr. Steurer sehr interessante Referate über neue Entwicklungen bei der Pankreas-Inselzellen-Transplantation bzw. über Pankreas-cum-Nieren-Transplantation bei Typ II Diabetes. Wie frühere Veranstaltungen schloss schloss auch dieses Seminar mit einer Diskussion zwischen Publikum und einem erweiterten Panel von Ärzten am Uniklinikum Tübingen. Dr. Ulrich Thumm Weihnachtsfeier 2002![]() Foto von der Weihnachtsfeier unserer Gruppe 2002 Sandimmun - Prograf - Sirolimus ... Spiegel!?Besuch des Zentrallabors in Leinfelden/Echterdingen der Regionalgruppe Stuttgart/Tübingen 23. November 2002Für uns Lebertransplantierte sind diese Begriffe nichts Unbekanntes, sondern unser täglich Brot. Nur wie dieser Blutwert (Spiegel) entsteht und wo er entsteht, das wurde uns von Herrn Dr. Huesgen und Herrn Dr. Kinkeldei in ausführlicher Weise näher gebracht. Herr Dr. Kinkeldei erläuterte uns die verschieden Messverfahren, ob dabei Gas oder flüssige Stoffe verwendet werden bis hin zu hochsensiblen Ionenmessgeräten, deren Ergebnisse nur per Computer ermittelt werden können. Mit einer kleinen Runde durch das Labor wurde dies veranschaulicht.
Herr Dr. Huesgen teilte uns mit, dass im nächsten Jahr eine größere Änderung im Blutwertebereich (höhere Messergebnisse) durch neue Messtechniken erwartet wird!
Die Teilnahme von fast 40 Personen zeigte das große Interesse an diesem Thema. Jürgen Hübner Geteilte Leber - doppeltes LebenArzt- Patienten- Seminar des Transplantationszentrums Tübingen am 29. Juni 2002Das Seminar, das vom Transplantationszentrum des Universitätsklinikums Tübingen und der Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V. veranstaltet wurde, beschränkte sich zwar nicht auf Split- Leber- Transplantation (auch nicht auf Lebendspende); dennoch zog sich der sparsame und pflegliche Umgang mit knappen Spenderorganen als übergreifendes Thema wie ein roter Faden durch alle Referate und die anschließende Diskussion. Das Seminar war eine gelungene Veranstaltung, bei der viel Wissens- und Bedenkenswertes vermittelt und dank der lebhaften Teilnahme der Zuhörerschaft rezipiert und verarbeitet wurde. Von üppiger kulinarischer Versorgung umrahmt, wurde das Seminar auch zum Test für manche transplantierte Leber.
Herr Dr. Dietrich referierte über die gegenwärtig von Eurotransplant angewandten Dringlichkeitskriterien bei der Verteilung von Organen sowie die quantitative Entwicklung von Organspende und Transplantation in Europa seit 1990, mit Spanien in der Spitzenposition und rückläufigen Zahlen für Deutschland - Grund zur Förderung der Organspende durch Öffentlichkeitsarbeit, politischen Druck, aber auch durch vermehrte Nutzung von Splitleber und Lebendspende. Verminderung der Organknappheit durch effizientere Nutzung verfügbarer Organe (insbesondere Splitleber, aber auch Lebendspende) und Reduzierung des Organbedarfs mit Hilfe von Prävention (Impfungen), alternativen Therapien (einschließlich Gentherapien) und Vermeidung von Retransplantation aufgrund verbesserter compliance stand im Mittelpunkt des Referats von Professor Dr. Rogiers von der Universität Hamburg. Zwar sei Lebendspender- Transplantion inzwischen eine akzeptierte und an einem Drittel der europäischen Transplantationszentren angewandte Therapie, doch sei sie weiterhin eher als ultima ratio zu betrachten. Zur Milderung der Organknappheit sei die Erhöhung der postmortalen Organspenden und die Aufteilung der Spenderorgane auf zwei Empfänger meistversprechend. Insbesondere diesem letzten Aspekt, der Effizienzsteigerung durch Splitleber, maß der Referent größte Bedeutung bei. Er schloss mit einem Zitat, wonach die Leber als "paired organ" zu betrachten sei (also wie die Nieren, wovon der Mensch ein Paar hat); dies wurde durch ein eindrucksvolles Bild von einem in der Mitte gespaltenen und doch schwimmfähigen Schiff untermalt, also: aus ein, mach zwei. Effizienz der Immunsuppression (und damit Bewahrung der Transplantate) stand im Vordergrund der Ausführungen von Dr. Petersen. Er betonte, dass Immunsuppressiva critical dose Pharmaka seien, bei denen Spiegelschwankungen bei der korrekten Dosierung beachtet werden müssten, aber auch die Bioverfügbarkeit, die von der spezifischen Formulierung eines Medikamentes abhänge. Daher könne ein Generikum trotz desselben Wirkstoffes in seiner Effizienz erheblich vom Original abweichen und das Risiko einer chronischen Abstoßung erhöhen. Mit eindrucksvollen metaanalytisch gewonnenen Ergebnissen (d.h. statistischen Analysen, die verschiedene Studien einbeziehen) wies er die geringere Wirksamkeit des ursprünglichen Sandimmun (und des entsprechenden Generikums) gegenüber Sandimmun Optoral nach und schloss mit der dringenden Empfehlung, das gegenwärtige Generikum nicht zu verwenden - einer Empfehlung, die von anderen Transplantationszentren geteilt werde.
In der abschließenden Diskussion wurde eine Fülle von Fragen behandelt: Ltx ohne Immunsuppression mit dem erheblichen Risiko einer (nicht- reparablen) chronischen Organabstoßung; Nachsorge und compliance mit dem Problem unzureichender Ltx- Erfahrung der niedergelassenen Ärzte; Lebendspende als Verfahren, das zwar von der Operationstechnik beherrscht wird, wegen komplexer medizinischer, psychischer, ethischer u.a. Probleme aber niemals Routine sein könne; Problematik des Umgangs mit Haustieren, insbesondere Katzen und Vögeln; Wartezeit, die gegenwärtig bis zu einem Jahr dauern könne; Kosten der Ltx mit der Möglichkeit eines Erlasses der Selbstbeteiligung; HCV- Infektion bei Bluttransfusion, die jetzt praktisch ausgeschlossen werden könne; und anderes mehr. Dr. Ulrich Thumm Kontaktgruppe Stuttgart/TübingenAm 9. November 2001 traf sich die Kontaktgruppe Stuttgart/Tübingen in Stuttgart-Bad Cannstatt. Es war uns gelungen, Herrn Rechtanwalt Thomas Eschle als Referent zum Thema "Gesundheit und Recht" zu gewinnen. Anschließend wurden von ihm ausführlich Fragen der Teilnehmer zu allen Problemen des Sozialrechtes beantwortet.Die Teilnehmerzahl von 25 Personen zeigt, dass das Thema großen Anklang fand. Jürgen Hübner | ||||||
4.10.2006