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Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland

Kontaktgruppe Karlsruhe

Ansprechpartner: Peter Hellriegel, Tel. 07257-90 24 99

Schicken Sie gerne eine Email! Mail

Termine der Kontaktgruppe

Auf diesen Seiten finden Sie künftig immer eine aktualisierte Übersicht über die bekannten Treffen und Veranstaltungen unserer Kontaktgruppe.
Schauen Sie ab und zu wieder herein !!!


Berichte aus unserer Kontaktgruppe

Aufgrund der Einladung des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung nahm ich, zusammen mit Gerda Schieferdecker von der Kontaktgruppe Heilbronn, an der Veranstaltung

Gesundheit geht vor

mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Marion Caspers-Merk am 29.10.2002 in Karlsruhe teil.

Gemäß dem Tagungsprogramm (liegt mir vor, ebenso die schriftliche Niederlegung der Reden und kann bei Interesse bei mir angefordert werden) stellte die Staatssekretärin Frau Caspers-Merk (SPD, früher B 90/Die Grünen) die neue Gesundheitsreform vor.

Danach sprach, aus der Sicht des Arztes, Herr Dr. Herz, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordbaden.
Herr Dr. Fischbach, Stellvertretender Regionalgeschäftsführer der Barmer Ersatzkasse Karlsruhe, nahm seitens der Krankenkassen unter dem Thema "Die Gesundheitsreform -Chancen für mehr Wettbewerb und Qualität- zur neuen Reform Stellung. Außerdem sprach Gerhard Zimmermann, Mitglied des Bundesvorstandes der Bundesvereinigung Lebenshilfe.

Darauf folgte eine rege und konträre Diskussion der Anwesenden (diverse Ärzte, Regionalpolitiker, Vertreter von SH-Gruppen und Behindertenverbänden). Dabei war auffallend, dass jede Gruppe um "ihr Wohl" besorgt war. So fürchtete z.B. ein Bürgermeister einer südbadischen Gemeinde um die weitere Versorgung seiner ländlichen, kleinen Gemeinde. Eine Vertreterin der Rheumalige trug vor, dass sie fürchtet, weiterhin nicht mehr die notwendigen Bäder erstattet zu erhalten.
Insbesondere für die Behinderten, so ein Vertreter, werden schwerwiegende Nachteile entstehen. Was m.E. wohl auch richtig ist, weil sie beispielsweise wenig -wenn überhaupt- Möglichkeiten haben werden, Bonusmodelle in Anspruch zu nehmen. Dem wurde jedoch -undifferenziert!- seitens des Vertreters der Krankenkassen widersprochen.

Zur neuen Gesundheitsreform gibt es die Broschüre:
   Die Gesundheitsreform
   Eine gesunde Entscheidung für alle!

Sie kannn gerne bei mir angefordert werden oder direkt beim

   Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
   Information, Publikation, Redaktion
   Postfach 500
   53108 Bonn, E-Mail info@bmgs.bund.de, Tel. 0180-51 51 51 0, Fax 0180-51 51 51 1.

Heidi Herzog


Mit der Stadt Karlsruhe und der IG Dialyse Nordbaden in der Partnerstadt Nancy bei den

14. Jeux Mondiaux Transplantes

(14. Sommer Weltspiele der Transplantierten) 19. -27.Juli 2003

InfostandAufgrund der Einladung der Stadt Karlsruhe und dank einigen Mitgliedern der IG Dialyse Nordbaden eV hatte ich erfreulicherweise die Möglichkeit, vom 24.-25. Juli 2003 in Nancy, der Partnerstadt von Karlsruhe, bei den Welttransplantationsspielen 2003 dabei zu sein.

Karlsruhe war auf dem Infomationsgelände, mitten in Nancy, mit einem Infostand rund um das Thema Organspende, Städtisches Klinikum, u.a. vertreten. Dieses Infogelände war eine“ kleine Stadt“ und stand sämtlichen Besuchern offen. Die beteiligten Sportler wurden dort mit Frühstück, Getränken und Lunchpaketen versorgt, auch gab es ein eigenes Postamt. Für mich sehr interessant war, wie viele verschiedene Info- und Sponsorenstände aus vielen Nationen anwesend waren; selbst aus Asien und Australien waren Sportler und Begleiter angereist.

Es war wirklich äußerst beeindruckend für mich, vor Ort diese ganz tolle Atmosphäre zu erfahren. Neben unserem Infostand waren Sponsoren aus dem italienischen Monza, und zwar vom Autodromo Nazionale Monza. Sie boten uns großzügig ihren Parmaschinken an und auf unseren Hinweis, “Wenn Sie uns alles abgeben, bleibt ja nichts mehr für Sie selbst“, wurden wir herzlich umarmt mit den Worten:» We are all European“. Und genau dies machte die überall spürende herzliche Atmosphäre aus.

Mannschaftsfoto Nun zu dem wichtigsten, den Spielen selbst:
Rund 1500 Organtransplantierte (vor allem nieren-, herz-, leber- und lungentransplantierte Menschen, Dialysepatienten) aus 70 Ländern maßen sich in zwölf Disziplinen von Leichtathletik bis Volleyball, selbst Radrennen war angesagt. Obwohl es sich um Wettkämpfe mit hohem Niveau handelte, nahmen viele vor allem wegen der familiären Atmosphäre teil; man kannte sich teilweise bereits aus vorherigen Veranstaltungen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl stand im Vordergrund. Dies war immer und überall spürbar und hat mich wirklich ungemein beeindruckt.

Deutschland war in Nancy durch ein Team der Deutschen Sportvereinigung (DSVO) vertreten. Diese richtet jedes Jahr die Deutschen Meisterschaften der Organtransplantierten sowie - in Kooperation mit der Deutschen Sportvereinigung Dialysepatienten (DSD) - der Dialysepatienten aus. Die IG Dialyse Nordbaden war mit zwei Sportlern (Nierentransplantierten) aus dem Raum Karlsruhe vertreten. Um die vor Ort erleben zu können, fuhren wir direkt mit dem Shuttle-Bus ins Leichtathletikstadion. Auch dort war eine ganz, ganz tolle, sportliche, faire Stimmung zu spüren. Jeder feuerte jeden an!

Die IG Dialyse durfte sogar noch ihre Ursel Poth als Weltmeisterin im 200 Meter Lauf feiern und Gebhard Neu von der IG Dialyse Nordbaden gewann Bronze im Badminton. Glückwunsch!

Ganz besonders gefallen hat mir, mit welcher inniger Freude ein ca. 7-jähriger japanischer Junge seine Medaille in Empfang nahm (er war 1. in seinem Jahrgang) und die japanische Flagge schwenkte, was tatsächlich eine Gänsehaut auslöste. In diesem Moment dachte ich daran, wie fantastisch es doch ist, dass durch Organspende dieser Junge hier so voll inniger Freude beim Sport dabei sein durfte! Ich denke, auch hier ist mancher in dankbaren Gedanken bei seinem Spender.
Es waren wirklich bewegende Momente, die ich wohl nicht vergessen werde.

Für alle Interessierten:
Die kommenden Deutschen Meisterschaften der Organtransplantierten finden in Wuppertal an Himmelfahrt, vom 20. bis 23. Mai 2004 statt.
Teilnehmen können alle Mitglieder der DSVO und der DSD , also Transplantierte und Dialysepflichtige.. Die Anmeldung ist möglich beim:

DSVO
Knud Erben
Einninger Str. 10e
80993 München

Heidi Herzog
Fotos: Peter Krahn


"Regen - Das macht uns doch nichts aus!"

So und ähnlich konnte man es beim Mittagessen im Alten Brauhaus in Zwingenberg an der Bergstraße hören. Zuvor waren wir, 17 unerschrockene, regenschirmbewaffnete Lebertransplantierte und Angehörige, eineinhalb Stunden Professor Gerd Scheper durch das alte Städtchen gefolgt.

Der Zwingenberger und Architekt zeigte uns die historischen Ecken im Tal und die Besonderheiten der Kirche auf dem Berg. Er verschaffte uns einen Überblick über die historischen Zusammenhänge und auch "Histörchen" hatten Ihren Platz. Es hat uns nicht gestört, dass ab und zu ein Bogen zum ganz privaten Hobby des Gerd Scheper - der spezielle Bezug derer von Katzen-Ellenbogen zu Zwingenberg! - Geschlagen wurde. Auch daran wurde deutlich, dass er uns mit Engagemnent durch "seine" Stadt führte. Wir danken für die engagierte (und auch noch kostenlose!) Stadtführung!

Nach dem Mittagessen hatte es aufgehört zu regnen und wir konnten den Rest des Ausflugs auf den Regenschirm verzichten. Von der Bergkirche in Auerbach wanderten wir zum Fürstenlager. Dieser Park wurde ursprünglich von den hessischen Landgrafen rund um eine "heilsame" Quelle angelegt. Im Park und diversen Gebäuden suchten die fürstlichen Herrschaften einstmals Erholung. Nach dem Regen war die Luft besonders angenehm und wir taten es Ihnen gleich und trafen uns je nach Geschmack nach kürzeren oder längeren Spaziergängen zum Kaffeetrinken im "Herrenhaus".

Mit dem Gang zurück zu den Autos endete der Ausflug, bei dem wieder gute Gespräche unter gleichermaßen Betroffenen geführt werden konnten - und es ging nicht nur um die "Krankheit"!

J.Riemer


Stadtbesichtigung am 27. Oktober 2001

Gruppenbild

Stadtbesichtigung in Bretten beim Treffen der Selbsthilfegruppe am 27.10.01
Teilnehmer: Andrea Royl, Helmut Kugler, Gertrud Kugler, Helmut Pfitzenmeier,
Eugen Rudolph, Monika Rudolph, Gabi Pfitzenmaier, Heidi Herzog, Jil Summer.

4.10.2006